Ausländer überrepräsentiert: Jeden Tag drei Anzeigen wegen illegalem Waffenbesitz
Wien. Auch im benachbarten Österreich sind ausländische Tatverdächtige weit überproportional häufig an Gewaltverbrechen, aber auch an Waffendelikten beteiligt. Allein mehr als tausend ausländische Verdächtige wurden in Österreich binnen eines Jahres wegen des Besitzes verbotener Waffen angezeigt. Das geht aus der Antwort des Wiener Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der FPÖ hervor. Die Statistik für das Jahr 2024 weist 1068 Fälle aus, in denen Personen ohne österreichischen Paß im Verdacht des illegalen Waffenbesitzes standen.
Der Straftatbestand nach Paragraph 50 des österreichischen Waffengesetzes gilt für Schußwaffen wie Pistolen, Revolver und Gewehre. Ebenso erfaßt sind Munition, Schlagringe und Totschläger. Rechnerisch bedeutet die Zahl, daß pro Tag etwa drei ausländische Tatverdächtige mit Waffen gestellt wurden. Die tatsächliche Dunkelziffer dürfte höher liegen.
Die Rangliste der beteiligten Nationalitäten führen syrische Staatsangehörige mit etwa zwölf Prozent aller Fälle an. Es folgen Slowaken, Rumänen, Türken, Serben, Deutsche sowie Angehörige der Russischen Föderation, darunter viele Tschetschenen. Auch Afghanen zählen zu den häufig genannten Gruppen.
Unter den angezeigten Personen befanden sich 102 Asylwerber. Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Christian Lausch zeigte sich empört über die Zahlen und die Zustände: „Das ist importierte Kriminalität in Reinform und ein untragbares Sicherheitsrisiko für unsere Bevölkerung!“ Lausch sprach von einem Totalversagen der österreichischen Sicherheitspolitik. (mü)